| 1644 ff |
Bau des Schlosses durch Hans Hartmann Escher vom Luchs (-1671), Besitzer der Herrschaft Wülflingen-Buch und auf der Burg Alt-Wülflingen wohnhaft seit 1634. |
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(Jahreszahl 1645 an zwei Türen des Vorplatzes im Obergeschoss, Jahreszahl 1646 am Buffet in der Gerichtsstube, Jahrzahl 1647 am Turmofen in der Herrenstube (Dendrodaten 1642/43 und 1643/44)) |
| 1655 |
Hans Hartmann Eucher wohnt im neuen Schloss. |
| 1677 |
Margareta von Meiss (1636-1678), Tochter von Hans Hartmann Escher, veräussert das Wirtshaus, die Metzg und die Ziegelhütte an den Ziegler Heinrich Ringger zu Hauptwil. |
| 1682 |
Nach dem Tod der Mutter teilen sich die Geschwister das Erbe und Hans Hartmann Meiss (1659-1734) wird alleiniger Besitzer der Herrschaft Wülflingen-Buch, er amtet von 1711-1717 als Landvogt auf der Kyburg. |
| 1716 |
vermutlich Neugestaltung des Innern mit Stuckdecken. |
| 1730 |
Errichtung des nördlichen Anbaus (Dendrodatierung). |
| 1734 |
Brigadier Salomon Hirzel (1672-1755), Schwiegersohn von Hartmann Meiss, übernimmt Schloss und Herrschaft durch Auskauf der übrigen Erben. |
| 1754 |
Bau der Dachlukarne and Einzug der Zwischenwände im Dachgeschoss, sowie Entfernung von liegenden Stuhlsäulen (Dendrodatierung). |
| 1755 |
Nach dem Tod des Vaters erben die drei Söhne die Herrschaft Wülflingen. Nach Streitigkeiten übernimmt der mittlere Sohn, Oberst Salomon Hirzel (1719-1791), die Herrschaft und kauft seine Brüder aus. |
| 1760 |
Der verschuldete Hirzel veräussert den Besitz stückweise: Rebland am Brühl, die Burg Alt-Wülflingen und den Schlosshof an die Stadt Winterthur, weitere Güter an Wülflinger Bürger. Die Stadt Zürich erwirbt die Gerichtsherrschaft. |
| 1767 ff |
Hirzel verkauft das verbliebene Schloss samt Baumgarten und Ziegelhütte an Schultheiss Johannes Sulzer (1705-1796), seinen Schwager. Kurz vor dem Verkauf erhält Maler Stöffi Kuhn den Auftrag die Gerichtsstube blau in blau «mit Vorstellungen aller tollen Streiche verzieren zu lassen, die jener mit seinen Brüdern ausgeführt hatte.» |
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Renovation des Schlosses. Änderung der Fensteranordnung an Süd- und Ostfassade, Anpassungen der Täfer im Innern. |
| 1796 |
Anna-Maria Sulzer (1773-1823), Enkelin des Schultheissen, verheiratet mit David Sulzer (1752-1852) erbt das Schlossgut. |
| 1832 |
David Sulzer wird im Wirtschaftsverzeichnis erstmals als Betreiber einer Weinschenke im Schloss verzeichnet. |
| 1846 |
Ziegeleibesitzer Heinrich Müller (1510-1878), verheiratet mit Helene Sulzer (1808-1876), Tochter von David und Anna-Maria Sulzer, wird Eigentümer des Schlosses. |
| 1860/61 |
Umbau des Speichers in eine Scheune und Abbruch der alten Scheune. |
| 1880 |
Der älteste Sohn, David-Friedrich Müller-Bodmer (1842-1898) erbt das Schloss und führt eine Gaststätte. |
| 1883 |
Brand der Scheune, Abbruch und Neubau. |
| 1906 |
Firma A. Klingler-Huber aus Zürich erwirbt das Schloss und die Nebengebäude zu Spekulationszwecken. Sie plant die Veräusserung von Teilen der Innenausstattung. |
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Gründung eines Komitees zur Erhaltung des Schlosses. Die «Genossenschaft Schloss Wülflingen» kauft zusammen mit der Gottfried Keller Stiftung, welche Fr. 35'000 vom Kaufpreis von Fr. 85'000 beisteuert. Im Eigentum der Stiftung ist bis heute u.a. die Ausstattung der Gerichtsstube, der Herrenstube und der Oberen Gaststube. |
| 1907-08 |
Renovation der Gerichtsstube, des Herrenzimmers und der Hallen, Bauleitung Architekt Max Müller and Prof. Dr. Josef Zemp. |
| 1910 |
Die Stadt Winterthur erwirbt das Umland, um es vor einer drohenden Überbauung zu bewahren. |
| 1911 |
Die Genossenschaft tritt das Schloss Wülflingen unentgeltlich an die Stadt Winterthur ab und löst sich auf. Die Gottfried Keller-Stiftung bleibt Miteigentümerin. |
| 1920 |
Einbau Rosenzimmer aus dem Haus zur Rose, Marktgasse 21, Winterthur. |
| 1925 |
Einbau Holzhalbzimmer, aus dem Haus zum Wilden Mann, Unterer Zäune 17 in Zürich (abgebrochen 1871). |
| 1948 |
Restaurierung der Malereien in der Gerichtsstube. |
| 1957 |
Innenrenovation Schloss mit erneuter Restaurierung der Malereien in der Gerichtsstube, Trennung von Gastwirtschaft and Landwirtschaft. Anlage eines Parkplatzes im Schlosshof |
| 1980 |
Mit Regierungsratsbeschluss des Kantons Zürich vom 30. September 1980 wird das Schloss Wülflingen mit Waschhaus and Scheuen in die Liste der kunst- und kulturhistorischen Schutzobjekte von überkommunaler Bedeutung der Stadt Winterthur aufgenommen (kantonale Bedeutung). |
| 1983 |
Unterirdische Erweiterung (Garderoben, Schutzraum, Tank), sowie eine, von den städtischen Werken nachträglich durchgesetzte, Trafostation. |
| 1985 |
Restaurierung der Malereien im Rosenzimmer. |
| 1990 |
Bau des Parkplatzes zwischen Schloss und Scheune. Verbreiterung des Zufahrtswegs. |
| 2001/2002 |
Renovation Westfassade und Dach, später Süd-, Ost- und Nordfassade. |
| bis 2007 |
Gastwirtschaft betrieben von Familie Aberli |
| 2007/2008 |
Umfassende Instandstellungs- und Restaurierungsarbeiten. |
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Quelle ausgewertet von Roland Böhmer, Kantonale Denkmalpflege Zürich 2007 |